Ihre Themen
Verbreitung neuer Arbeitsformen

Check für Unternehmen

Gute Beispiele aus der Praxis

Entwicklung in anderen Ländern

Abschlusstagung-Ergebnisse

Dokumentation Internationaler Workshop

Trends der Arbeitsgestaltung
Nachricht
 
13.12.2001
Studie: Frauenerwerbstätigkeit im Westen nimmt zu
Allerdings betrifft die Annäherung zwischen Ost und West nur die tatsächliche Erwerbstätigkeit. Die Erwerbsneigung, gemessen an der Tendenz sich arbeitslos zu melden, ist bei den nichterwerbstätigen Frauen in den neuen Bundesländern deutlich höher als im Westen. Insgesamt waren im Jahr 2000 64,8 Prozent der westdeutschen Frauen zwischen 16 und 59 Jahren berufstätig, gegenüber 60,2 Prozent 1991. In den östlichen Bundesländern, wo kurz nach der Wende noch 75,2 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter eine Beschäftigung hatten, waren es 1994 nur noch 64,3 Prozent. Für 2000 weisen die Zahlen nun wieder einen Anstieg auf 67,2 Prozent aus.
Teilzeit auf dem Vormarsch
Der Anstieg der Frauenerwerbstätigkeit im Westen geht mit einer Zunahme von Teilzeitarbeitsverhältnissen einher. Im Westen ist die Zahl der Teilzeit-Arbeitenden unter den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen von 21,2 Prozent 1997 auf 26,9 Prozent gestiegen, im Osten von 15,3 auf 20,1 Prozent. Im Gegenzug hat sich die Zahl der in Vollzeit tätigen Frauen verringert.

Zwischen den Geschlechtern gibt es in der Nachfrage nach Teilzeitjobs erhebliche Unterschiede. Im Westen möchten lediglich 4,3 Prozent der nichtbeschäftigten Männer, aber 51,1 Prozent der Frauen mit reduzierter Stundenzahl arbeiten. Offensichtlich wirkt hier noch immer die traditionelle Rollenverteilung, die der Frau auch in einer Partnerschaft die Hauptverantwortung für Haushalt und Kinder zuweist. Im Osten wünschen sich dagegen nur 18,6 Prozent der gegenwärtig nichterwerbstätigen Frauen eine Teilzeitstelle.

Dabei wird die Neigung, Beruf und Familie über das Modell Teilzeitarbeit zu vereinbaren, von den Autoren sehr kritisch gesehen. Schließlich sei Teilzeitarbeit immer noch mit dem Risiko eines Karriereknicks verbunden. Es sei Aufgabe der Unternehmen, das Potenzial gut ausgebildeter weiblicher Arbeitskräfte nicht brachliegen zu lassen.
Mütter von Kleinkindern im Osten häufiger berufstätig
In Ostdeutschland sind 29,6 Prozent aller Frauen mit Kleinkindern erwerbstätig, das heißt nicht im Erziehungsurlaub. Im Westen liegt dieser Anteil nur halb so hoch. Frauen im Osten nehmen die Elternzeit auch seltener in Anspruch. Dafür gehen Frauen in den alten Bundesländern auch während der Elternzeit häufiger einer Beschäftigung nach.
Wunsch nach Vollzeitbeschäftigung wird stärker
Trotz der großen Beliebtheit von Teilzeitarbeit steigt auch im Westen die Zahl der nichterwerbstätigen Frauen, die sich eine Vollzeitbeschäftigung wünschen. Waren es 1991 im Westen erst 22,2 Prozent, so kletterte ihr Anteil bis zum Jahr 2000 auf 26 Prozent. Auch im Osten nahm die Nachfrage nach Vollzeitstellen zu, wenngleich nicht kontinuierlich. Von den ostdeutschen Frauen, die im Jahr 2000 nicht im Erwerbsleben standen, hätten 46,1 Prozent gern Vollzeit gearbeitet.

Die Ursache für den Anstieg sehen Holst und Schupp in demographischen Trends: Die wachsende Zahl von Single-Haushalten, nicht zuletzt bedingt durch die Zunahme der Ehescheidungen, führe dazu, dass Frauen häufiger als früher darauf angewiesen seien, sich selbst versorgen zu können.
Links zum Thema Teilzeit
Hier finden Sie den vollständigen Text der im DIW-Wochenbericht 42/01 erschienenen Analyse von Elke Holst und Jürgen Schupp (mit umfangreichem Tabellenmaterial aus dem Sozio-oekonomischen Panel von 2000 und Angaben zu weiterführender Literatur) im Internet:
http://www.diw.de/...
Detailliertere Informationen zum Sozio-oekonomischen Panel SOEP im Internet, ebenfalls auf der DIW-Homepage:
http://www.diw.de/...
Hier finden Sie ein Inhaltsverzeichnis der DIW-Wochenberichte des Jahres 2001:
http://www.diw.de/...
Informationen zu verschiedenen Teilzeitmodellen finden Sie in einer Broschüre des Bundesarbeitsministeriums (Erscheinungsdatum: Mai 2001) zum Herunterladen unter:
http://www.bma.de/...
[cb]
 
Übersicht
Service

Zur Seite
Projektziele

Projektpartner

Förderung

Nutzungshinweise

Impressum
Copyright 2000, Fraunhofer ISI